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Bei der „Dread Disease Versicherung (DD)“, die übersetzt soviel wie „Versicherung gegen schwere Krankheiten“ bedeutet, handelt es sich um eine Versicherung, die vor allem in englischsprachigen Ländern bekannt ist. Durch diese Personenversicherung sind Leistungen an den Versicherungsnehmer vorgesehen, wenn dieser an einer Krankheit erkrankt, die vertraglich festgelegt ist. Bekannt ist diese Versicherungsart bereits seit den 1970er Jahren, allerdings ist sie erst seit Beginn der 1990er Jahren auch in Deutschland zugelassen und wird hier nur von sehr wenigen Versicherungsgesellschaften angeboten.
Bei welchen schweren Krankheiten die Dread Disease Versicherung eintritt, wird in der Vertragspolice ganz genau definiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Krankheiten so auftauchen oder auch durch einen Unfall verursacht wurde. Typischerweise sind Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose sowie Leber- und Lungenerkrankungen im Versicherungsumfang enthalten. Aber auch Erkrankungen wie Parkinson oder Arthritis sowie Herzinfarkt, Schlaganfall und die Folgen von schweren Unfallen können durch diese spezielle Art der Versicherungen abgesichert werden. Welche Risiken in einer Dread Disease Versicherung jeweils versichert sind, ist von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich. Daneben bieten viele Versicherer auch zusätzliche Bausteine an, durch die ein Todesfallschutz, ein Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsschutz oder auch ein Pflegeschutz gegeben ist. Oftmals wird die Dread Disease Versicherung als reine Risikoabsicherung angeboten oder auch mit einer fondsgebundenen Überschussverwendung, die eine Abschlusszahlung vorsieht.
Angeschlossen wird die Dread Disease Versicherung häufig für hochbezahlte Manager, die zwar in der Regel nur einer administrativen Tätigkeit nachgehen, dennoch kann eine Erkrankung für die Personen einen finanziellen Schaden nach sich ziehen. Daher bieten viele Arbeitgeber an, diese Versicherung für ihre Arbeitnehmer abzuschließen. So können sie sich als Arbeitgeber interessant machen und kommen ihrer sozialen Verantwortung gegenüber dem Arbeitnehmer nach. Auch wenn das Risiko berufsunfähig zu werden, bei einer Bürotätigkeit eher gering ist, ist die Wahrscheinlichkeit an einer der genannten Krankheiten zu erleiden, nicht als gering einzustufen.
Aber nicht nur aus dem sozialen Gedanken eines Arbeitgebers heraus, ist diese Versicherung sinnvoll. Im allgemeinen können viele Erkrankungen heute geheilt werden, sodass die Leistungen, die aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung heraus gezahlt werden, nur für einen bestimmten Zeitraum geleistet werden. Bei einer Dread Disease Versicherung ist dies ein wenig anders, denn wenn der Versicherungsnehmer hier z.B. einen Herzinfarkt erleidet, zahlt die Versicherung sofort die vertraglich vereinbart Summe. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung würde im gleichen Fall nur solange die Leistungen erbringen, bis der Versicherungsnehmer wieder als arbeitsfähig gilt. Aufgrund medizinischer Fortschritte sind die meisten Herzinfarktpatienten nach einiger Zeit wieder volle einsatzfähig. Die Leistungen, die sich aus der Dread Disease Versicherung ergeben, können gesundheitliche Rehabilitationsmaßnahmen bezahlt werden, die weit über die Leistungen der gesetzlichen Versicherer hinaus gehen. Zudem kann sich der Betroffene so auf seine Genesung konzentrieren und muss sich nicht um finanzielle Folgen Gedanken machen, die seiner Erkrankung die Familie belasten könnten.
Besonders wichtig ist die Absicherung mit einer Dread-Disease aber für den Personenkreis, welcher finanziell auf die Absicherung seiner Arbeitskraft angewiesen ist. Dies sind besonders Freiberufler und Selbstständige, welche bei Ausfall derselben ihre berufliche Grundlage verlieren. Statistiken sprechen klar für Dread-Disease-Versicherungen bei 1,1 Millionen schweren Erkrankungen pro Jahr.
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